Der Elektroantrieb 


Leistungsmäßig steht er Verbrennungsmotoren inzwischen kaum noch nach. Vorteile sind der nahezu geräuschlose Betrieb, seine Abgasfreiheit, sowie einfachste Anwendung und Wartung. Nachteilig sind das noch immer recht hohe Gewicht der benötigten Akkus, welche Du im Flieger ja mitnehmen musst. Bestes Gewichts/Leistungsverhältnis haben derzeit wohl NiMh- (Nickel-Metallhydrid-) Akkus, welche aber noch recht teuer sind.

 

Prinzip:
Im Modellbau verwendet man gewöhnlich Gleichstrommotoren. In dessen Gehäuse finden wir einen oder mehrere starke Permanentmagneten, zwischen denen sich der Anker mit den Spulenwicklungen dreht. Der Motor wird mit Strom aus Akkus versorgt. Auch der Betrieb mit Solarzellen ist denkbar, hier bietet sich noch ein weites Experimentierfeld.
Der Elektromotor kann jederzeit, auch im Flug, durch Einschalten der Stromversorgung gestartet werden, die Drehrichtung kann durch Umpolen der Stromversorgung geändert werden, und die Leistung lässt sich durch Verändern der Spannung regeln.
Besonders hohe Wirkungsgrade erzielt man durch Verwendung eines Getriebes, (2:1 bis 5:1) wodurch eine größere und langsamer drehende Luftschraube verwendet werden kann.
Der Elektromotor macht sehr wenig Lärm, und Abgase werden keine abgegeben.
 
Betrieb
Im Flugmodell benötigst Du neben dem Motor die entsprechenden Akkus und einen Schalter, um den Motor ein- und auszuschalten. Bei größeren, ferngelenkten Modellen bietet der Elektromotor die Möglichkeit, sich jederzeit ein- und ausschalten zu lassen. Mit wenig Aufwand lässt sich hier der Motor durch Vorschalten eines elektronischen Fahrtreglers in der Leistung regeln, und sogar der Schub umkehren, etwa als "Bremse", um die Landung einzuleiten.
Die billigste Stromversorgung sind zur Zeit Nickel-Cadmium Akkus, die sich etwa 1000 mal wieder aufladen lassen. Es gibt inzwischen aber auch Nickel-Metallhydrid Akkus oder Li-Ionen Akkus, welche bei gleichem Gewicht mehr Energie speichern können. Leider sind diese noch recht teuer.
Der Elektromotor benötigt normalerweise keine Einlaufphase, nach Einbau in Dein Modell ist der Antrieb sofort startklar. Die Lager sind in der Regel dauergeschmiert und benötigen keine Wartung.
 

 

Einbau im Modell
Bedingt durch das relativ hohe Gewicht der Akkus fällt der gesamte Antrieb recht schwer aus, und darum solltest Du bei Deinem Modell besonders auf Leichtbau achten. Für einfache Freiflugmodelle solltest Du sehr kleine Akkus verwenden, damit die Motorlaufzeit nicht übermäßig lange wird.
Wo Du den Motor und die Akkus im Modell anbringst, ist relativ egal, da sich während des Fluges das Gewicht der Akkus praktisch nicht verändert. Den Schwerpunkt Deines Modelles kannst Du also durch Verschieben des Akkus leicht beeinflussen.
Lasse den Akku leicht zugänglich, dann kannst Du ihn leicht wechseln. Die heute gebräuchlichen Akkus sind schnellladefähig. Du kannst also, während Du einen Akku leerfliegst, einen zweiten Akku aufladen (z.B. an einer Autobatterie), und dann einfach auswechseln.
Da der Motor im Elektroflug recht stark belastet wird, solltest Du für gute Kühlung sorgen, auch die Akkus werden gut warm!
 

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