Der Antrieb 


Im Gegensatz zum Gleiter oder Segelflieger benötigt ein Motorflieger einen Antrieb. Für unsere kleinen Modelle gibt es da eine Menge Möglichkeiten, einen Antrieb zu realisieren.
Da sich unsere Modelle durch die Luft bewegen, besteht das Problem in erster Linie darin, eine Kraft auf das umgebende Medium, die Luft also, auszuüben.
Die Natur hat das bei den Vögeln oder Insekten recht genial gelöst. Durch gezielte Auf- und Abbewegung der Schwingen (= Tragflächen) bei gleichzeitiger Verwindung derselben entsteht ein Vortrieb, welcher an den Flügeln den Auftrieb erzeugt.
In der Anfangszeit des (Modell-)Flugzeugbaus hat man damit ohne großen Erfolg experimentiert. Leider genügt es eben nicht, mehr oder weniger starre Tragflächen einfach nur auf und ab zu bewegen. Um einen Vortrieb zu erzeugen, müssen die Tragflächen zugleich auch noch verdreht werden, so dass bei der Aufwärtsbewegung der Vogel oder das Flugzeug nicht einfach nur nach unten gedrückt wird, und bei der Abwärtsbewegung der Vortrieb entsteht. Dieser Bewegungsablauf ist recht kompliziert, und ist bei ausreichender mechanischer Festigkeit und annehmbarem Gewicht beim Flugzeug kaum sinnvoll zu realisieren. Respekt also vor der Natur, die dieses Problem schon vor mehr als 100 Millionen Jahren gelöst, und mehr als 10 Meter messende Flugsaurier in die Luft befördert hat!
Zum Glück gibt es aber auch noch andere technische Möglichkeiten, in der Luft einen Vortrieb zu erzeugen.
Bei einem Flugzeug mit starren Tragflächen genügt es, eine ausreichende Menge Luft (oder Verbrennungsgase) schnell nach hinten zu bewegen, um den Vortrieb zu erzeugen. Das gelingt z.B. mit einem Propeller, einer Turbine oder einem Raketenantrieb.
Für unsere kleinen Modellflieger ist der Propellerantrieb die erste Wahl, es gibt aber auch kleine Raketenmotoren, und bei größeren Flugmodellen werden auch Turbinen eingesetzt.
Turbinen, vom "einfachen" Staustrahltriebwerk, welches mit Pressluft gestartet wird, bis zur selbststartenden echten Jet-Turbine sind eher etwas für Spezialisten, und seien hier nur der Vollständigkeit halber erwähnt.
Der Propeller ist eigentlich nichts anderes als zwei kleine Tragflächen, die sich gemeinsam um eine Längsachse drehen, und dadurch Luft nach hinten bewegen. Man kann den Propeller am einfachsten an der Flugzeugnase anbringen, so dass er das Flugzeug praktisch "zieht". Es gibt aber auch die Möglichkeit, den Propeller hinten anzubringen, und das Flugzeug schieben zu lassen.
Bleibt nur noch die Frage, womit den Propeller antreiben? Bei den frühen Flugpionieren erwies sich die Dampfmaschine als viel zu schwer. Erst mit der Erfindung des Benzinmotors stand ein kräftiger und zugleich leichter Antrieb zur Verfügung. Doch schon lange zuvor ist es gelungen, Flugmodelle mit einem Gummimotor anzutreiben.
Für unsere kleinen Modelle ist der Gummimotor die erste Wahl, daneben gibt es aber eine Reihe kleiner Kolbenmotoren, bei denen ein (oder Mehrere) sich auf- und abbewegender Kolben eine Kurbelwelle drehen. An dieser ist meist direkt der Propeller angebracht. Zu diesen Kolbenmotoren gehören der Glühzünder- und der Selbstzündermotor, (2-Takter), der 4-Takt Motor, sowie der CO2 Motor.
Mit der Entwicklung leistungsstarker, wiederaufladbarer Akkus und starker Magnete ist auch der Elektromotor seit einigen Jahren im Modellflugzeugbau nicht mehr wegzudenken.
Für kleine Freiflugmodelle gibt es auch Feststoff-Raketenmotoren in Form kleiner Patronen.
 


Der Gummimotor 


stellt wohl die älteste und einfachste Möglichkeit dar, ein Modellflugzeug anzutreiben. Eine genaue Beschreibung der Funktion, der Herstellung, sowie einige Modelle mit Bauplänen findest Du hier:
 


Der CO2 Motor 


Der CO2-Motor ist ein richtiger kleiner Kolbenmotor. Seine Leistung liegt zwischen der eines Gummimotors und eines entspechend großen Verbrennungsmotors. Anstelle von giftigem Kraftstoff bezieht der CO2 Motor seine Energie aus komprimiertem Kohlensäure-Gas. Dadurch ist er einfach in der Handhabung, umweltfreundlich, leise, sogar für Innenräume geeignet, kurz - der ideale Motor für den jungen Flugmodellbauer.
 


Der Verbrennungsmotor 


Verbrennungsmotoren benötigt man im Modellbau überall da, wo hohe und höchste Leistungen gefragt sind.
 


Der Elektromotor 


Der Elektromotor erfreut sich in jüngster Zeit immer größerer Beliebtheit.
 


Der Raketenmotor 


Einen Spezialfall stellt der Raketenmotor dar.
 



 flieger.htm