Zum Bauen eines
Modellfliegers brauchst Du nicht viel. Einfache Werkzeuge, ein wenig Material
und etwas Platz zum Basteln sollten aber vorhanden sein. Zum Bau der auf diesen
Seiten vorgeschlagenen Modelle genügen folgende Werkzeuge und Materialien, die
Du vielleicht ohnehin im Haushalt findest:
Als erstes nimmst Du den
Bauplan und stellst Dir das benötigte Material bereit. Übertrage mit Pauspapier
die benötigten Einzelteile auf das Balsaholzbrettchen der jeweiligen Stärke.
Die Materialstärke ist in den Plänen zu jedem Teil angegeben z.B.
"B3" das heißt dann Balsaholz, 3mm dick.
Beachte dabei die Faserrichtung des Holzes! Holz ist in Faserrichtung
nur schwer zu verbiegen, quer zur Faser dagegen leichter. Dein Modell wird also
stabiler, wenn Du die Faserrichtung beachtest. Die Faserrichtung ist auf den
jeweiligen Bauteilen im Plan meist mit einem Doppelpfeil <--------->
angegeben.
Bei anderen Bauplänen ist die Faserrichtung auch eingestrichelt.
Manche Bauteile für Rumpf und Flügel musst Du 2-oder mehrmals
herstellen. Wenn Du die Flügel herstellst, beachte, dass Du einen Linken und
einen Rechten baust!
Schneide nun vorsichtig mit dem Bastelmesser die Holzteile aus.
Vorsicht! Das dünne Holz reißt leicht ein! Nimm für die geraden Schnitte das
Lineal zu Hilfe.
Profiliere die Tragflächen, wie im Plan gezeichnet.
Nimm dazu das Schleifpapier und arbeite am besten in Faserrichtung. Das gibt
viel Staub! Die dickste Stelle der Flügel ist normalerweise etwa bei einem
Drittel der Flügeltiefe, also bei einem 6cm breiten Flügel etwa 2cm von der
Vorderkante entfernt.
Schleife erst grob vorn und hinten das überschüssige Material weg, und
arbeite dann mit feinem Papier gleichmäßig die Wölbung aus. Etwa so, wie es in
der Animation gezeigt ist. Natürlich sind die Flächen in Wirklichkeit etwas
dünner.
Alle
Kanten sind gut zu verschleifen. Rumpf und Flügelvorderkanten sollten rund, Flügelhinterkanten
möglichst scharfkantig sein. Dünner als 0,5 mm sollten die Flügelhinterkanten
aber besser nicht werden, sonst wird das Holz zu weich und bruchempfindlich.
Bau die Teile nach Plan zusammen. Nimm
Hartkleber und fixiere die Teile bis zum trocknen am besten mit Stecknadeln.
Achte darauf,
dass die Teile im richtigen Winkel zusammenhalten. Manchmal hilft es, die Bauteile
mit Kartonstreifchen zu unterstützen und mit Klebeband zu fixieren.
Wenn alles schön verschliffen und glatt ist, kannst Du Dein Modell noch bemalen. Nimm die Fotos als Vorlage, oder lasse Deiner Fantasie freien Lauf!
Nun kontrollierst Du den Schwerpunkt. Der ist im Plan mit einem schwarz-weißen Pfeil markiert. An dieser Stelle unterstützt, sollte Dein Modell die Fluglage einnehmen. Also leicht nach vorn geneigt, keinesfalls soll es mit der Nase nach oben zeigen!
Meist musst Du
vorn noch ein wenig Gewicht anbringen. Nimm dazu kleine Bleikügelchen und klebe
sie vorn in die Rumpfnase. Bei geringen Gewichtsfehlern helfen auch abschleifen
oder auftragen von Farbe.
Natürlich muss Dein Modell auch links und rechts im
Gleichgewicht sein.
So, nachdem Du alle Winkel und den Schwerpunkt überprüft hast, steht eigentlich dem Erstflug nichts mehr im Weg. Tipps dazu findest Du auf der Seite Fliegen. Hier kannst Du nachlesen, wie Du Deinen Flieger einfliegst.